Zum Inhalt der Seite

Griechenland: Faschist kommt für Amtseid frei

Athen. In Griechenland wollen antifaschistische Gruppen am Donnerstag dagegen protestieren, dass auch Ilias Kasidiaris, Politiker der verbotenen faschistischen »Goldenen Morgendämmerung«, mit anderen Kommunalpolitikern auf dem Kypseli-Markt im Zentrum Athens feierlich in sein Amt eingeführt werden soll. Dies berichtete die Zeitung Kathimerini am Sonnabend online. Kasidiaris hatte im Oktober 2020 eine Haftstrafe von 13 Jahren und sechs Monaten wegen Anführens einer kriminellen Vereinigung erhalten. Er hatte dennoch bei Kommunalwahlen einen Sitz in Athen errungen. Dem Blatt zufolge sei das Ersuchen des Faschisten, das Domokos-Gefängnis für die Zeremonie verlassen zu dürfen, bewilligt worden. Nach dem Ablegen seines Amtseids am Donnerstag soll er jedoch wieder vom Amt suspendiert werden. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 27.12.2023, Seite 15, Antifaschismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!