-
27.11.2023, 17:44:29
- → Kapital & Arbeit
Spanien: Einigung in Streit um Erdbeeranbau in Andalusien
Madrid. In der Auseinandersetzung um illegalen und ressourcenintensiven Erdbeeranbau im südspanischen Andalusien gibt es eine Einigung. Ein Abkommen der Regierung des sozialdemokratischen Ministerpräsidente Pedro Sánchez mit den regionalen Behörden soll für mehr Umweltschutz in der Provinz Huelva sorgen. Wie die Zentralregierung in Madrid am Montag mitteilte, sind erhebliche Investitionen in die Region um den betroffenen Nationalpark Doñana geplant. Das Abkommen beendet eine zweijährige Pattsituation zwischen der Zentralregierung und Andalusien, das von der konservativen Volkspartei (PP) regiert wird.
Vorgesehen sind Investitionen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro in den Gemeinden in der Nähe des Nationalparks. Summen in Höhe von bis zu 100.000 Euro pro Hektar sollen an Landwirte gezahlt werden, die ihre Produktion aufgeben. Im Gegenzug gibt die andalusische Regierung den von der PP und der faschistischen Vox-Partei vorangetriebenen Plan auf, den Anbau auf einer Fläche von 1.500 Hektar am Rande des Nationalparks nachträglich zu legalisieren. Dieses Vorhaben war von Umweltverbänden und der Unesco und der Zentralregierung scharf kritisiert worden, die gedroht hatte, den Fall vor Gericht zu bringen.
Umweltschützer werfen den Beerenobsterzeugern vor, für ihre Plantagen gigantische Wassermengen illegal aus dem Nationalpark abzupumpen und dadurch dessen Ökosystem zu zerstören. Hauptexportmarkt für Früchte aus Spanien ist die BRD. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!