Zum Inhalt der Seite

Athen äußert sich zu Bootsuntergang

Athen. Nach dem Tod Hunderter Asylsuchender bei einem Bootsuntergang vor gut drei Wochen westlich von Griechenland hat der neue griechische Migrationsminister Dimitris Kairidis am Sonnabend erstmals Stellung bezogen. Mit Blick auf Vorwürfe, wonach die griechische Küstenwache das Schiff zum Kentern gebracht haben soll, erklärte Kairidis im Parlament in Athen, es sei die Küstenwache gewesen, die jene gerettet habe, die gerettet werden konnten – nicht Hilfsorganisationen, EU-Abgeordnete oder Auslandskorrespondenten. »Die Küstenwache hat in den vergangenen Jahren konsequent Zehntausende Migranten gerettet, die ihr Leben kriminellen Schleppern anvertraut haben«, sagte er. Es sei weiterhin die Absicht der Regierung, eine faire, aber strenge Migrationspolitik zu verfolgen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 10.07.2023, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!