Zum Inhalt der Seite

USA: Festnahme nach Kritik an Kubapolitik

New Jersey. Gail Walker, Geschäftsführerin der interreligiösen Organisation Pastors for Peace, und Calla Walsh, Kovorsitzende des National Cuba Solidarity Network, sind am Donnerstag (Ortszeit) zusammen mit anderen Aktivisten von der Polizei des US-Kongresses in Handschellen abgeführt und längere Zeit festgehalten worden. Zuvor hatten sie um ein Treffen mit Senator Robert Menendez gebeten, wie die kubanische Granma am Wochenende meldete. »Es sollte möglich sein, mit Politikern über Kuba sprechen zu dürfen, ohne verhaftet zu werden«, sagte Walker. Der Senator der Demokratischen Partei aus New Jersey ist ein Hardliner und fordert mehr Sanktionen gegen Länder wie Kuba und Venezuela. »Er nutzt seine Rolle als Vorsitzender des Senatsausschusses für auswärtige Beziehungen aus, um für eine kubafeindliche Politik einzutreten«, erklärte Samantha Wherry, die Organisatorin von Codepink Lateinamerika. »Wir setzen uns nur für eine Normalisierung der Beziehungen zu Kuba und dessen Bevölkerung ein«, protestierte Walker, als sie von Polizisten abgeführt wurde.

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 26.06.2023, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!