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Ostsee soll »blaues Kraftwerk« werden

Wismar. Die Windkraftanlagen in der Ostsee sollen stark ausgebaut werden. »Das gemeinsame Ziel von acht Ostseeanrainern ist, die Offshorewindkraftleistung bis 2030 zu versiebenfachen«, sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock am Freitag in Wismar nach einer Konferenz des Ostseerates. Bei der Tagung sei es unter anderem um die Umsetzung dieser Pläne gegangen. So müssten alle Stromversorger an der Ostsee grenzüberschreitend zusammenarbeiten. »In der Ostsee schlummert ein gigantisches blaues Kraftwerk«, sagte die Grünen-Politikerin. Zudem sei es um die Bergung von rund 400.000 Tonnen alter Munition und Waffen vom Ostseegrund gegangen. Die Kosten dafür seien fast unbezahlbar. Deutschland habe für einen Anfang der Arbeiten 100 Millionen Euro für die Bergung der Altlasten in Nord- und Ostsee bereitgestellt. Zum Ostseerat zählen die Ostseeanrainer sowie Norwegen und Island. Russlands Mitgliedschaft ist ausgesetzt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.06.2023, Seite 9, Kapital & Arbeit

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→ Leserbriefe
  • Reinhard Hopp aus Berlin 5. Juni 2023 um 12:35 Uhr
    »Sieben auf einen Streich!« So viel heiße Luft vermag selbst der stärkste Wind über der Ostsee nicht zu produzieren. Welchen geistigen Tiefstpegel muss man eigentlich aufweisen, um in Deutschland Minister*in werden zu können?