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Sudan: De-facto-Präsident entlässt Rivalen

Khartum. Mehr als einen Monat nach dem Ausbruch schwerer Gefechte im Sudan hat Militärchef Abdel Fattah Al-Burhan seinen Kontrahenten Mohammed Hamdan Daglo als Vizepräsidenten entlassen. Der seit einem Militärputsch 2021 regierende Al-Burhan erließ dazu ein Verfassungsdekret, wie der Regierungsrat am Freitag mitteilte. Der lange schwelende Machtkampf zwischen Al-Burhan und Daglo, der die paramilitärischen Rapid Support Forces kontrolliert, war Mitte April eskaliert. Zuvor hatten die Anführer der zwei mächtigsten Militärverbände des Landes in einer Zweckgemeinschaft gemeinsam regiert. Der Krieg hat den Sudan in eine schwere Krise gestürzt. Neben der Hauptstadt Khartum kommt es insbesondere in der Region Darfur zu schweren Kämpfen. Nach Angaben des sudanesischen Ärztekomitees wurden mittlerweile mindestens 830 Menschen in dem Konflikt getötet. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.05.2023, Seite 1, Ausland

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