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Aus: Ausgabe vom 28.01.2023, Seite 16 / Aktion
RLK 2023

Schweigen durchbrechen

Das können wir nur selber tun: junge Welt und Rosa-Luxemburg-Konferenz bekannt machen
Von Kommunikation
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Auch seine Stimme wurde bei der Internationalen-Rosa-Luxemburg-Konferenz gehört: Nikolai Platoschkin, aus Moskau zugeschaltet

Eigentlich ist es den großen Medien mindestens einen ausführlichen Artikel wert, wenn sich viele tausend Menschen in Berlin versammeln. Doch mediale Öffentlichkeit wird uns nicht geschenkt, wir können sie nur selber schaffen. Diese Feststellung hat sich einmal mehr am Wochenende des 14. und 15. Januar – bei der Rosa-Luxemburg-Konferenz am Sonnabend und der LL-Demo und dem stillen Gedenken am Friedhof in Friedrichsfelde am Sonntag – bewahrheitet. Wenige Medien berichteten über die RLK, noch weniger schrieben Positives. Erfreulicherweise beschäftigte man sich im europäischen Ausland ausführlich mit den Inhalten der RLK 2023. Die britische Tageszeitung Morning Star widmete der Rosa-Luxemburg-Konferenz gleich mehrere Artikel und lobte die junge Welt als einzige deutsche »Antikriegstageszeitung«. Auch die dänische Onlinezeitung Arbejderen ließ es sich nicht nehmen, einen umfassenden Bericht über die Rosa-Luxemburg-Konferenz zu bringen.

Das Neue Deutschland brachte zwar einen kritischen, aber fairen Artikel über die Konferenz, musste dann allerdings nachlegen und über »das seltsame Gedenken an Rosa Luxemburg« schwadronieren. Plötzlich war dann auch die LL-Demo – die 2023 so groß war wie seit Jahren nicht – ein »Deutschlandtreffen linksbekloppter Splittergruppen«. Und natürlich musste auch die Wochenzeitschrift Jungle World einige Worte über die Rosa-Luxemburg-Konferenz verlieren, wobei der Artikel zu drei Vierteln aus einer Kritik am Referenten Nikolai Platoschkin bestand. Das ist schade, hatte die diesjährige Rosa-Luxemburg-Konferenz doch neben Platoschkin, der tatsächlich große Resonanz aus dem Publikum erhielt, noch viel mehr zu bieten. Wir empfehlen allen, auch den schlecht informierten Kolleginnen und Kollegen anderer Medien, sich die Konferenz noch einmal auf unserem Youtube-Kanal (https://youtube.com/@jungeWeltTV) anzusehen.

Weiterhin senden unsere Audio-Streamingpartner von Radio ddreins (https://www.ddreins.de/) und und Radio Marabu (https://radio-marabu.de) kommentierte Audiomitschnitte der Konferenz. Bei ddreins von gibt es Montag bis Donnerstag Mitschnitte jeweils von 17 bis 18 Uhr, eine Zusammenfassung erscheint am Sonnabend, 18 bis 20 Uhr. Bei Radio Marabu wird ab diesem Wochenende der erste Teil ausgewählter Mitschnitte gesendet.

Meinungen und Ideen, wie sie auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz vertreten werden, stellen sich direkt gegen die Propaganda der Herrschenden – während in den Massenmedien in immer schrilleren Tönen Waffenlieferungen in das ukrainische Kriegsgebiet gefordert werden, haben wir eine Konferenz unter dem Motto »Den dritten Weltkrieg stoppen – jetzt!« durchgeführt. Beim Aufbau einer Gegenöffentlichkeit können wir uns also nicht auf die bürgerlichen Medien verlassen. Das schaffen wir nur zusammen mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser!

Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren. Denn nicht allen lernen die junge Welt kennen, da durch die Beobachtung die Werbung eingeschränkt wird.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!

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