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Mehrheit der Ostdeutschen steuert auf Armutsrente zu

Berlin. Die Mehrheit der Vollzeitbeschäftigten in Ostdeutschland steuert auf eine Rente von unter 1.200 Euro netto zu, und das nach 45 Beitragsjahren. Bundesweit geht es 36,8 Prozent der Vollzeitbeschäftigten so, geht aus der Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage des Linksfraktionskovorsitzenden Dietmar Bartsch hervor, die am Donnerstag bekannt wurde. Während der Anteil in den ostdeutschen Bundesländern (ohne Berlin) zwischen 55 und 58,2 Prozent liegt, beträgt er etwa in Hamburg nur 28,1 Prozent. Landesweit steuern 10,3 Prozent der Vollzeitbeschäftigten sogar auf eine Rente von unter 1.000 Euro netto zu, das sind 2,25 Millionen Menschen. Bartsch forderte die Einrichtung einer Rentenkasse »wie in Österreich«. In diese müssten »auch Abgeordnete, Beamte, Selbstständige und Manager« einzahlen, womit sich das Rentenniveau deutlich erhöhen würde. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.01.2023, Seite 1, Inland

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