-
30.12.2022
- → Feminismus
Argentinien: »Enkel 131« gefunden
Buenos Aires. Die Großmütter der Plaza de Mayo haben den unter der Militärdiktatur (1976–1983) entführten Sohn von Lucía Nadin und Aldo Quevedo gefunden, wie das Onlineportal Amerika 21 am Sonntag berichtete. Auf einer Pressekonferenz gab die Vorsitzende der Organisation, Estela de Carlotto, bekannt, dass es gelungen sei, die Identität des »Enkels 131« festzustellen. Während der Diktatur waren Babys von in Gefangenschaft befindlichen Regimegegnerinnen systematisch geraubt worden. Die Mütter wurden anschließend gefoltert und umgebracht. Nadin war Mitglied der bewaffneten Widerstandsorganisation PRT-ERP (Revolutionäre Arbeiterpartei – Revolutionäre Volksarmee). Sie wurde gefangengenommen und gilt als »verschwunden«. Ihr Sohn hat wie seine Eltern, die er nie kennengelernt hat, Philosophie und Literatur studiert. (jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
