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Bund leiht sich 2023 mehr als halbe Billion Euro

Berlin. Der Bund muss sich im kommenden Jahr erstmals mehr als eine halbe Billion Euro von Investoren leihen. Geplant sei die Emission von Bundeswertpapieren in Höhe von 539 Milliarden Euro, teilte die für das Schuldenmanagement zuständige Finanzagentur am Mittwoch mit. In diesem Jahr wurden Papiere im Volumen von 449 Milliarden Euro am Finanzmarkt plaziert, 2020 wurde das bisherige Rekordvolumen von 483 Milliarden Euro erreicht. Finanzagentur-Chef Tammo Diemer geht davon aus, dass das neue Rekordvolumen »gut plaziert werden wird«. Mit dem Geld sollen Defizite im Bundeshaushalt ausgeglichen werden. Außerdem müssen im kommenden Jahr Bundeswertpapiere im Umfang von mehr als 325 Milliarden Euro gegenüber Investoren getilgt werden. Dafür wird eine Refinanzierung benötigt. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.12.2022, Seite 9, Kapital & Arbeit

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  • Onlineabonnent*in Joachim S. aus B. 15. Dez. 2022 um 18:05 Uhr
    So wird Inflation gemacht: Die Bundesregierung will eine halbe Billion Euro ausgeben, die sie nicht hat. Sie leiht sie sich also bei »Investoren«. Bei einer Inflation von zehn Prozent ist aber kein vernünftiger Geschäftsmann bereit, sein Geld für die üblichen Zinsen auf Bundeswertpapiere zu verborgen. Die Gefahr ist groß, dass man dann bei Leuten anklopfen muss, die selbst kein Geld haben, aber wissen, wie man es »schöpfen« kann. Und dann wird geschöpft und gedruckt, was das Zeug hält. Geld, für das es keinen Gegenwert gibt. Genau so wird die Inflation von denen befeuert, die vorgeben, sie bekämpfen zu wollen.
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