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Mietschuldenberater wollen mehr Geld

Berlin. Seit Anfang Oktober verhandelt Verdi für die Mietschuldnerberater der Berliner Mieterberatungsgesellschaft Gewobag einen neuen Vergütungstarifvertrag. Nachdem die Gespräche auch in der zweiten Runde keine Bewegung auf seiten des Verhandlungspartners gebracht haben, sind die Beschäftigten am Montag in den Streik getreten. Die Mietschuldnerberater kommunizieren direkt mit den Mietern, deren Miete zu teuer ist. »Die Politik beschließt das Kündigungsmoratorium, und die Gewobag weigert sich, die dafür zuständigen Beschäftigten ordentlich zu bezahlen – das ist eine Schande!« erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Carla Dietrich am Freitag.

Seit Ausgründung der Tochterfirma werden die Mietschuldnerberater und -beraterinnen deutlich schlechter bezahlt als Beschäftigte im Konzern, obwohl sie Konzernleistungen erbringen. Dies sind mitunter bis zu 33,9 Prozent weniger. Verdi fordert in dieser Tarifrunde die Eingliederung in den Flächentarifvertrag der Wohnungswirtschaft. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.11.2022, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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