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Produktion wird aus BRD in USA verlagert

Berlin. Deutsche Unternehmen wollen verstärkt in den USA investieren, nicht zuletzt wegen protektionistischer Maßnahmen der US-Regierung. Wie der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Volker Treier, am Dienstag mitteilte, wollen 39 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen kurzfristig höhere Investitionen tätigen. Die Entwicklung würde »zum Teil auch in diskriminierender Art und Weise« forciert, so Treier. »Aktuell sind viele Unternehmen hierzulande besorgt über neue US-Steueranreize im Automobil- und Umweltbereich, die nur für die Produktion in den USA gelten.« Zu den protektionistischen Maßnahmen der Regierung von Joseph Biden zählen der Chips-Act, große Infrastrukturprogramme, etwa zur Elektrifizierung, sowie der Inflation Reduction Act. Laut Treier mehren sich »Ankündigungen für Investitionen insbesondere dort, wo Clusterstrukturen der Automobilindustrie vorhanden sind«. Jedes fünfte Unternehmen in der Branche plane die Verlagerung der Produktion ins Ausland. Wesentlicher Grund seien die Energiepreise. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.11.2022, Seite 9, Kapital & Arbeit

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