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Grüne wollen keine Friedensverhandlungen

Foto: Kay Nietfeld/dpa
Verhandlungen zur Beendigung des Ukrainekriegs sind für Grünen-Kovorsitzenden Omid Nouripour »Rezepte aus den 70ern und 80ern«.

Berlin. Für Bündnis 90/Die Grünen sind Diplomatie und Friedensverhandlungen offenbar veraltete Konzepte. Weil er öffentlich Verhandlungen als Mittel zur Beendigung des Ukrainekrieges geäußert hatte, hat SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich den Zorn der grünen Partei gegen sich entfacht. Parteikovorsitzender Omid Nouripour warf Mützenich am Montag vor, auf »Rezepte aus den 70ern und 80ern« zu setzen. Er unterstellte der russischen Regierung, diese habe angesichts jüngster ukrainischer Rückeroberungen ein Interesse daran, »den Status quo einzufrieren«. Rufe man in der aktuellen Situation also nach Verhandlungen, helfe man letztlich der russischen Seite, so Nouripour.

Der SPD-Fraktionschef Mützenich hatte in einem Interview gesagt, eine Waffenruhe gebe es »sicherlich« nicht »von heute auf morgen«. Sie könne sich aber zuerst auch nur in einzelnen Regionen entwickeln. »Wir dürfen aber keine Chance außer Acht lassen, die eine lokale Waffenruhe, den Austausch von Kriegsgefangenen und die Versorgung der Zivilbevölkerung möglich macht.«, sagte Mützenich. (dpa/jW)

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Erschienen am 25.10.2022, Inland

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