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Infrastruktur für Wasserstoffeinsatz fehlt

Stuttgart. Für einen breit angelegten Einsatz von Wasserstoff ist die Infrastruktur in Deutschland nach Ansicht des Chefs der Prüforganisation Dekra noch nicht bereit. »Wasserstoff ist eine hochexplosive Chemikalie. Und es ist eine Chemikalie, die die Behälter, in denen sie transportiert wird, sehr aggressiv angreift«, sagte der Dekra-Vorstandsvorsitzende, Stan Zurkiewicz, am Sonnabend der dpa. Die Materialien könnten verspröden, und Gas könne austreten. In Zukunft müssten vor allem Erdgaspipelines für den Transport von Wasserstoff umfunktioniert werden. Dabei müsse auch die Frage gestellt werden, ob die bestehende Infrastruktur angesichts der chemischen Eigenschaften von Wasserstoff sicher genug sei. »Ich würde sagen: noch nicht.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.10.2022, Seite 9, Kapital & Arbeit

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  • Onlineabonnent*in Heinrich H. aus S. 23. Okt. 2022 um 23:06 Uhr
    Wozu Infrastruktur? Die wird mit olivgrün-braungefleckten Wasserstoffzukunftstechnologiebrücken überspannt. Außerdem hat Wasserstoff den Vorteil, dass er im Gegensatz zu Diesel oder Benzin bis zum Zylinderrand brennt. Da schmiert der Kolben samt Ring und Zylinder schnell ab. Vielleicht doch Brennstoffzelle und Elektromotor? Da muss eine alte Frau aber lange für stricken, bis sie sich die leisten kann, auch wenn schon Infrastruktur da ist. Ein Tripelwumms reicht dafür nicht, da brauchts schon Deka-, Hekto- oder so. Und ganz ohne ist der Wasserstoff als Treibhausgas auch nicht, man spricht von einem CO2-Äquivalent von um die zehn ... Wenn dann noch »blauer« Wasserstoff mittels Dampfreformierung erzeugt wird, kommt auf zwei Wasserstoffmolküle ein Kohlenstoffdioxidmolekül. Da wird's mir schon warm, wenn ich nur daran denke.
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