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Raketenlieferungen: Moskau warnt USA vor »roter Linie«

Foto: Foto: -/Ukrinform/dpa
Ein ukrainischer Soldat steht auf Raketengeschossen aus NATO-Beständen, die mit einem Tarnnetz abgedeckt sind (12.8.2022)

Moskau. Russland hat die Vereinigten Staaten vor dem Überschreiten einer »roten Linie« gewarnt, sollten sie Raketen größerer Reichweiten an die Ukraine liefern. In diesem Fall würden die Vereinigten Staaten zur Konfliktpartei in der Ukraine, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag in Moskau. Demnach behalte sich die Atommacht das Recht vor, sich mit »allen möglichen Mitteln« zu verteidigen.

Falls Washington die Entscheidung über die Lieferung von Raketen größerer Reichweiten an Kiew trifft, dann überschreite es damit »eine rote Linie«. In einem solchen Fall »werden wir gezwungen sein, entsprechend zu reagieren«, sagte Sacharowa.

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Moskau hat bereits mehrmals davor gewarnt, dass sich der Konflikt um die Ukraine zu einem Dritten Weltkrieg ausweiten könnte. Die Regierung in Kiew fordert seit Monaten, ihr Raketen mit einer größeren Reichweite von 300 Kilometern zur Verfügung zu stellen. Kiew hatte dabei auch erklärt, dass es mit solchen Geschossen etwa die Brücke zur Schwarzmeer-Halbinsel Krim ins Visier nehmen könnte.

Sacharowa betonte einmal mehr, dass die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine die Kampfhandlungen in dem Land in die Länge ziehe und neue Opfer unter der Zivilbevölkerung bringe. »Vor allem führt das näher an die Linie eines direkten militärischen Zusammenstoßes zwischen Russland und den Staaten der Nato«, sagte sie. »Wir wollen noch einmal unterstreichen, indem die USA und ihre Verbündeten das Kiewer Regime mit Waffen ausrüsten, werden sie faktisch zu Beteiligten an Kriegsverbrechen«, meinte Sacharowa. Die NATO-Staaten begründen die Waffenlieferungen damit, dass die Ukraine ein Recht auf Selbstverteidigung hat. (dpa/jW)

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Erschienen am 16.09.2022, Ausland

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