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Weiteres Verfahren gegen TÜV Süd

Brumadinho/München. In einem weiteren Verfahren zum Staudammbruch im brasilianischen Brumadinho verhandelt an diesem Montag das Landgericht München I. Inzwischen gebe es wegen des Dammbruchs, bei dem 2019 mindestens 260 Menschen starben, rund 35 Prozesse, teilweise mit einer Vielzahl von Klägern, hatte eine Sprecherin des Gerichts am Freitag gegenüber dpa erklärt.

Bei den weit über 100 Klägern in diesem Verfahren soll es sich nach Medienberichten um Angehörige von Opfern und Überlebende handeln. Es geht um Forderungen von rund 13 Millionen Euro. Eine Tochtergesellschaft des TÜV Süd hatte das Rückhaltebecken einer Erzmine des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale ein halbes Jahr vor dem Dammbruch für sicher befunden und eine Verantwortung für das Unglück bislang zurückgewiesen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.09.2022, Seite 9, Kapital & Arbeit

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