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Euro-Zone: Einbruch der Industrieproduktion

Berlin. Die Industrieproduktion in der Euro-Zone ist im Juli unerwartet stark geschrumpft. Die Unternehmen hatten einen 2,3 Prozent geringeren Ausstoß als im Vormonat, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Gerechnet worden war mit einem Rückgang von einem Prozent. Besonders stark war die Abnahme mit 4,2 Prozent bei Investitionsgütern wie Maschinen oder Fahrzeugen. Der Branche machen Materialengpässe zu schaffen, etwa bei Halbleitern. Auch die Produktion von Gebrauchs- und Vorleistungsgütern wurde gedrosselt, während die Energieerzeugung um 0,4 Prozent und die Herstellung von Verbrauchsgütern um 1,2 Prozent stieg. In den Euro-Staaten verlief die Entwicklung sehr unterschiedlich. Irland meldete einen Einbruch der Industrieproduktion von 18,9 Prozent, ähnlich Estland (minus 7,4 Prozent) und Österreich (minus 3,2). In der BRD fiel das Minus mit 0,7 Prozent nicht so hoch aus. Nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft vom Mittwoch steht der Währungsunion in den kommenden Quartalen »eine konjunkturelle Schwächephase«, sprich: Rezession, bevor.(Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.09.2022, Seite 9, Kapital & Arbeit

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