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Deutsche Wirtschaft leidet unter Kriegsfolgen

Berlin. Die Folgen des Krieges in der Ukraine werden die deutsche Wirtschaft nach den Worten von DIW-Präsident Marcel Fratzscher noch über Jahre belasten. Von dem zu Jahresbeginn für möglich gehaltenen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 4,5 Prozent in diesem Jahr könnte bestenfalls ein Plus von anderthalb Prozent übrig bleiben, sagte der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung gegenüber Reuters (Mittwoch). Das werde sich die nächsten Jahre fortsetzen – »so lange, bis wir wirklich unabhängig von russischem Gas sind«, sagte Fratzscher. »Wir reden grob geschätzt über drei Jahre hinweg von vier bis fünf Prozentpunkten des Bruttoinlandsproduktes, die verloren gehen«, sagte Fratzscher. »Das sind 150 bis 200 Milliarden Euro weniger Wirtschaftsleistung.« (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.08.2022, Seite 9, Kapital & Arbeit

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  • Onlineabonnent*in Heinrich H. aus Stadum 24. Aug. 2022 um 21:50 Uhr
    Hat der DIW-Präsident den Verlust des komparativen Konkurrenzvorteils durch den bisherigen billigen Bezug – Importe aus Russland (nicht nur Gas!) – »grob geschätzt« einbezogen? Oder geht er schlicht davon aus, dass durch eine Verringerung der Lohnquote in Deutschland der Status des Exportweltmeistertitels erhalten bleibt?
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