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Gasumlage: Milliarden für Kriegsprofiteure

Berlin. Mit Einführung der Gasumlage zum 1. Oktober zahlen Verbraucher bis Ende des Jahres zunächst einmal »3,4 Milliarden Euro an Krisenprofiteure« wie RWE oder die Schweizer Axpo, teilte das Handelsblatt am Dienstag mit. Der Staatskonzern aus dem Kanton Aargau habe seinen Umsatz im ersten Halbjahr mehr als verdoppelt und 1,2 Milliarden Euro Gewinn bilanziert, bei RWE habe der Gewinn bei 1,4 Milliarden Euro gelegen. Beide Konzerne gehören zu den Antragstellern. Warum die Kriegsprofiteure von Endverbrauchern für hohe Einkaufspreise entschädigt werden sollen, ließ sich die Zeitung von einer Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums erklären: »Ein Unternehmen braucht eine gewisse Gewinnspanne, um weiter agieren zu können.« Die Umlage wird zunächst 2,4 Cent pro Kilowattstunde betragen und alle drei Monate neu berechnet werden. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.08.2022, Seite 1, Ausland

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