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Rückgabe von Geldern an Kabul gefordert

Washington. Knapp ein Jahr nach der Rückkehr der islamistischen Taliban an die Macht in Afghanistan haben Dutzende Wirtschaftsexperten die US-Regierung aufgefordert, eingefrorene Milliarden der afghanischen Zentralbank freizugeben. Das Zurückhalten der sieben Milliarden US-Dollar (6,85 Milliarden Euro) verschlimmere die wirtschaftliche und humanitäre Krise in dem Land, erklärten die 71 Ökonomen und Entwicklungsexperten in einem am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten Brief an US-Präsident Joseph Biden und Finanzministerin Janet Yellen. Die Autoren des Briefes, unter ihnen Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz und der frühere griechische Finanzminister Yanis Varoufakis, zeigten sich »zutiefst besorgt über die sich in Afghanistan entwickelnde wirtschaftliche und humanitäre Katastrophe und insbesondere die Rolle der US-Politik«. Ohne Zugang zu ihren Devisen könne die afghanische Zentralbank nicht ihre »normalen, grundlegenden Funktionen« ausüben. Auch Deutschland, Großbritannien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben afghanische Zentralbankgelder in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar eingefroren. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.08.2022, Seite 7, Ausland

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