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Wegen Spende soll AfD 150.000 Euro zahlen

Berlin. Die Bundestagsverwaltung fordert von der AfD die Zahlung von 150.000 Euro, weil eine mutmaßlich illegale Spende vom Februar 2018 nicht an die Verwaltung weitergeleitet wurde. Das Geld kam von der niederländischen Stiftung »Identiteit Europa« und ging an den AfD-Kreisverband Bodenseekreis, dem Parteichefin Alice Weidel angehört, wie AFP am Freitag berichtete. Laut Parteiengesetz müssen »unzulässige Spenden« von der Partei »unverzüglich, spätestens mit Einreichung des Rechenschaftsberichts für das betreffende Jahr« an den Bundestag weitergeleitet werden. Die AfD hatte im November 2018 Selbstanzeige gestellt. Das Geld war im Mai 2018 an die Stiftung zurückgezahlt worden. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.07.2022, Seite 4, Inland

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