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Papierindustrie warnt vor Gasembargo

Berlin. Ein Gasembargo gegen Russland würde die Papierherstellung treffen. Wie Alexander von Reibnitz, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes »Die Papierindustrie« am Mittwoch gegenüber dpa sagte, würde ein Einfuhrstopp von Erdgas aus Russland »für die Papierindustrie praktisch einen flächendeckenden Produktionsstopp bedeuten«. Erdgas sei mit einem Anteil von 55 Prozent der wichtigste Brennstoff. Von den jährlich benötigten 26 Terawattstunden Erdgas könnten nur 15 Prozent bis zum nächsten Winter durch andere Energieträger ersetzt werden. Ein Produktionsstopp treffe etwa Lebensmittel- und Medikamentenverpackungen, Hygienepapiere, Filter sowie Druckerzeugnisse wie Zeitungen, Zeitschriften und Kataloge. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.04.2022, Seite 5, Inland

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