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Aus: Ausgabe vom 24.03.2022, Seite 16 / Sport
Handball

Alle hatten Angst

Wetzlar. Handballbundesligist HSG Wetzlar trägt am 1. April ein Benefizspiel gegen die ­ukrainische Nationalmannschaft aus. Unter dem Motto »ein Handballspiel für den Frieden« ruft die HSG alle Fans dazu auf, in die Sporthalle Dutenhofen zu kommen, um »Solidarität mit den Menschen im Kriegsgebiet auszudrücken«, wie Geschäftsführer Björn Seipp sagte. Alle Einnahmen der Partie (19.30 Uhr) kommen der Ukraine-Hilfe zugute, doch es geht um mehr als Geld. »Als die Anfrage kam, ob wir dem ukrainischen Team als Testspielgegner zur Verfügung stehen und somit die Ausreise der Mannschaft, der Frauen und Kinder mit unterstützen wollen, haben wir keine Sekunde gezögert«, sagte Seipp. Die ukrainischen Handballer hatten Anfang der Woche nach einem Sondererlass des Sportministeriums ihr Land verlassen dürfen. Über Ungarn gelangten sie nach Großwallstadt, wo sie mit ihren Familien untergebracht sind – und sich auf eine mögliche Rückkehr in den Spielbetrieb vorbereiten. An diesem Donnerstag steht bereits ein Spiel beim Drittligisten HSG Rodgau/Nieder-Roden an. »An einen normalen Trainingsbetrieb« sei zuletzt nicht mehr zu denken gewesen, »alle hatten Angst und haben sich, so gut es geht, in Sicherheit gebracht«, sagte Nationaltrainer Slava Lochmann, früher Bundesligaspieler bei Großwallstadt. Die WM-Qualifikationsspiele gegen Finnland wurden abgesagt. (sid/jW)