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Linksfraktion begrüßt weitere Verhandlungen

Berlin. Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion Die Linke im Auswärtigen Ausschuss, hat am Mittwoch »die mögliche Fortführung von Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine« im Namen ihrer Fraktion begrüßt. Der Einmarsch müsse beendet und die Truppen aus der Ukraine müssten zurückgezogen werden. »Gespräche mit dem Ziel eines Waffenstillstands und der Beendigung des Blutvergießens sollten international unterstützt werden«, hieß es in der Erklärung weiter. Am Dienstag hatte sich die ehemalige Fraktionschefin Sahra Wagenknecht dafür ausgesprochen, »der russischen Führung ein Angebot« zu machen. Dessen Umrisse seien klar: Waffenstillstand, Rückzug der russischen Truppen, Souveränität und Integrität der Ukraine und »im Gegenzug die Zusicherung des Westens, künftig darauf zu verzichten, die ukrainischen Streitkräfte weiter in die militärischen Strukturen der NATO zu integrieren«. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.03.2022, Seite 4, Inland

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  • Thomas Fenner 3. März 2022 um 09:24 Uhr
    Als kleine Ergänzung zu dieser ganzen Problematik folgendes. Ich habe russische Freunde in St. Petersburg. Die letzten Tage haben wir ganz intensiven Kontakt per Mail. Heute früh hat mich folgende Nachricht erreicht, und die sende ich euch (fast) ohne jeglichen Kommentar. Lediglich bleibt anzumerken, unschuldige Opfer gibt es auf beiden Seiten, und verurteilt bzw. verdammt wird nur einer, ohne nach Ursachen zu fragen: »Ach, Thomas, wenn ich mich nicht irre, Remark hat solche Situation schon beschrieben: über die deutschen Zeitungen in der Hitlerzeit. Die ganze Propagandaindustrie bekommt gute Gehälter für ihre Arbeit und will diese Arbeit nicht verlieren. Aber niemand schreibt, was die Kinder aus dem Donezk-Gebiet erzählen. Zehnjähriges Mädchen hat gesehen, wie seine Mutter vergewaltigt wurde, man hat dann ihr Körperteile abgeschnitten und dann die Kleine vergewaltigt. Eine andere junge Mutter wurde tödlich verletzt, und ihre dreijährige Tochter hat ihre Beine verloren. Putin hat die friedliche Bevölkerung gerettet. Diese Menschen sind in vielen unseren Gebieten untergebracht, wir können mit ihnen sprechen. Das ist die Wahrheit. Aber das ist genauso wie mit dem Flugzeug, das von einer ukrainischen Rakete getroffen wurde (...). Aber das war nicht wichtig damals, wichtig war, der ganzen Welt zu sagen: Das war eine russische Rakete und Schluss. Die Lüge bereist die Welt, bis die Wahrheit die Hose anzieht. Und was kann man dagegen tun? Ich weiß es nicht. Sind die Europäer bereit, uns zu hassen, sollen sie uns hassen, wenn es ihnen so leichter geht.«
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