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Streit beendet

Lösung in einem langen Streit um Naziraubgut: Die Franz-Hofmann-und-Sophie-Hagemann-Stiftung hat eigenen Angaben zufolge 285.000 Euro Entschädigung für eine hochwertige Geige an die Erben des jüdischen Vorbesitzers des Instruments gezahlt. Die volle Summe sei am Donnerstag überwiesen worden, teilte die Stiftung am Freitag mit. Nach Einschätzung der beratenden Kommission für die Rückgabe von Naziraubgut handelt sich bei der 1706 vom italienischen Geigenbauer Giuseppe Guarneri gefertigten Violine um verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut. Der Musikalienhändler Felix Hildesheimer hatte sie 1938 erworben. Als Jude musste er kurz darauf Haus und Musikalienhandlung verkaufen, 1939 beging er Suizid. Die 2010 gestorbene Stifterin Sophie Hagemann kaufte die Geige 1974 und spielte sie selbst. Weil sie sie in gutem Glauben erworben und die Stiftung bei der Aufklärung der Provenienz des Instruments mitgewirkt habe, verzichtete die Kommission 2016 darauf, eine Restitution zu empfehlen. Die Erben sollten finanziell entschädigt werden. Beide Seiten stimmten zu. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.01.2022, Seite 11, Feuilleton

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