Zum Inhalt der Seite
Olympia

Mal ganz deutlich

Weimar. Thomas Weikert, der neue Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hat die designierte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock für ihre Aussage über einen möglichen Boykott der Olympischen Winterspiele in Beijing kritisiert. »Frau Baerbock soll die Kirche einfach mal im Dorf lassen, das sage ich mal ganz deutlich«, sagte Weikert am Samstag nach seiner Wahl: »Ein Boykott hat noch nie jemandem was gebracht«. Dennoch müsse man China seine Verfehlungen vorhalten. Der ehemalige Tischtennis-Weltverbandschef Weikert konnte sich bei der Mitgliederversammlung des DOSB in Weimar mit 361 der 417 gültigen abgegebenen Stimmen gegen die Präsidentin des Deutschen Fechterbundes, Claudia Bokel, durchsetzen. Grünen-Chefin Baerbock hatte in der vorigen Woche in einem Interview einen Boykott der Winterspiele in Beijing erwogen. (sid/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 06.12.2021, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!