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Kämpfe im Jemen fordern mehr als 60 Tote

Foto: Ali Owidha/Reuters
So sehen die »Regierungssoldaten« aus: Kämpfer an der Frontlinie in Marib (28.3.2021)

Sanaa. Bei Gefechten zwischen Regierungstruppen und den Ansarollah im Jemen sind mindestens 67 Kämpfer getötet worden. Aus Militärkreisen hieß es am Montag, in den Provinzen Marib und Schabwa seien bei Kämpfen sowie durch Luftangriffe der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition binnen 24 Stunden 58 »Huthi-Rebellen« und neun Soldaten der nicht mehr demokratisch legitimierten Regierung getötet worden. Ärzte in der Region bestätigten diese Angaben.

Marib ist die letzte Hochburg der jemenitischen »Regierung« im ölreichen Norden des Landes. Die weite Teile des Jemen kontrollierenden und von der Bevölkerung unterstützten Ansarollah haben zuletzt ihre Offensive gegen die Stadt wieder verstärkt. Und auch die von Riad geführte Kriegsallianz erhöhte ihre Attacken entsprechend. Den Militärkreisen zufolge führte die Koalition binnen 24 Stunden 20 Luftangriffe auf Ziele der Ansarollah aus. Allein im September sollen Hunderte Menschen bei den Kämpfen getötet worden sein.

Seit 2015 führen Saudi-Arabien und mit ihm verbündete arabische Staaten einen Angriffskrieg gegen die Ansarollah. Zehntausende Menschen wurden getötet, Millionen Menschen mussten flüchten und leiden Hunger. Die fatale Ernährungssituation wird verschärft durch die anhaltende Blockade des Flughafens von Sanaa und des für die Versorgung zentralen Hafens von Hodeida. (AFP/jW)

junge Welt

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Erschienen am 28.09.2021, Ausland

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