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Dax: Weniger Frauen und Gewerkschafter

Frankfurt am Main. Die zehn neuen Dax-Mitglieder stehen fest. Ab dem 20. September zählt der Aktienleitindex 40 Konzerne. Die Deutsche Börse hatte die Erweiterung im vergangenen Jahr nach dem Wirecard-Desaster beschlossen. Neu aufgenommen werden sollen nur noch profitable Unternehmen. Konzerne müssten künftig ihrer Pflicht zur fristgerechten Veröffentlichung von Zwischenberichten nachkommen. Unter den neuen Titeln, die die Börse am Freitag abend bekanntgab, ist Airbus das Unternehmen mit dem größten Börsenwert. Des weiteren folgen der Chemikalienhändler Brenntag, der Kochboxenlieferant Hellofresh, die Holdinggesellschaft Porsche, der Sportartikelhersteller Puma, das Biotechnologieunternehmen Qiagen, der Pharmazulieferer Sartorius, der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers, der Duftstoffehersteller Symrise sowie der Onlinemodehändler Zalando. Im Gegenzug wird der MDax der mittelgroßen Werte von 60 auf 50 Titel verkleinert. Durch die Erweiterung fällt der durchschnittliche Frauenanteil in den Dax-Vorständen von 19 auf 17,6 Prozent. Zudem seien 30 Prozent der Dax-40-Aufsichtsräte jetzt ohne paritätische Mitbestimmung. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.09.2021, Seite 9, Kapital & Arbeit

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