Nach Gefechten: Waffenstillstand zwischen Armenien und Aserbaidschan
Erwiwan. Nachdem bei einem Schusswechsel zwischen Truppen Armeniens und Asebaidschans am Mittwoch morgen drei armenische Soldaten getötet wurden, akzeptierten beide Seiten einen von Russland vermittelten Waffenstillstand. Wie das armenische Verteidigungsministerium mitteilte, habe Eriwan nach einem aserbaidschanischen »Angriff« eine »bewaffnete Aktion« eingeleitet. Weitere Menschen wurden demnach bei den Zusammenstößen im nordöstlichen Grenzgebiet verletzt. Ebenfalls am Mittwoch verurteilte ein aserbaidschanisches Gericht zwei armenische Soldaten zu 15 Jahren Haft wegen Spionage. Sie waren im Dezember verhaftet worden.
Armeniens Außenministerium teilte mit, Aserbaidschan habe die Situation »bewusst eskalieren lassen, da sich ihre Streitkräfte illegal auf armenischem Hoheitsgebiet aufhalten«. Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium warf Armenien militärische Provokation vor: Zwei aserbaidschanische Soldaten seien verletzt worden, als armenische Truppen auf deren Stellungen geschossen hätten. »Armenien trägt die volle Verantwortung für diese Eskalation«, hieß es aus dem Ministerium.
Die ehemaligen Sowjetrepubliken und Nachbarstaaten sind seit langem verfeindet. Die Spannungen zwischen Baku und Eriwan spitzen sich seit Monaten wieder zu, nachdem ein bewaffneter Konflikt in der Region Berg-Karabach im Jahr 2020 unter Vermittlung Russlands beendet wurde. (Reuters/AFP/jW)
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