-
01.07.2021
- → Sport
Genau hingucken
Zagreb. Die Fußball-EM hat ihren nächsten Trikotskandal. Die kroatische Nationalmannschaft lief bei ihren vier Turnierspielen mit dem Logo der faschistischen Ustascha-Bewegung anstelle des Nationalwappens auf der Brust auf. Das berichteten kroatische Medien nach dem Ausscheiden des Teams am Montag im Achtelfinale gegen Spanien (3:5). Der Unterschied liegt im Detail: Das Schachmuster im Wappen beginnt und endet in der Ustascha-Version mit einem weißen anstelle eines roten Feldes. Der kroatische Verband HNS beteuerte, es handele sich um einen »unbeabsichtigten Fehler«, und entschuldigte sich bei der Öffentlichkeit. Zu Beginn des Turniers hatte bereits die Ukraine einen Slogan der faschistischen »Banderisten« von ihren Trikots entfernen müssen. (jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
