-
22.04.2021
- → Medien
DJV gegen Sperrung professioneller Beiträge
Berlin. Der Gesamtvorstand des Deutschen Journalisten-Verbands hat am Montag die Sperrung professionell erstellter journalistischer Beiträge durch soziale Netzwerke auf ihren Plattformen verurteilt. »Als Intermediär haben diese eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung und dürfen nicht alleine wirtschaftlichen Interessen und selbstgesetzten Standards gehorchen, die geeignet sind, gegen das Grundrecht der Pressefreiheit zu verstoßen«, hieß es in einer Mitteilung. »Die Löschung seriöser journalistischer Inhalte darf nicht als Kollateralschaden hingenommen werden.« (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!