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Aus: Ausgabe vom 07.04.2021, Seite 1 / Inland
Pandemiebekämpfung

»Lockdown«-Strategie gesucht

Öffnungen im Saarland. Impfungen in Hausarztpraxen. Impfzentren in Berlin geschlossen
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Im Saarland sind seit Dienstag unter anderem auch Fitnessstudios wieder geöffnet (Orscholz, 6.4.2021)

Am Dienstag begann im Saarland der bundesweit erste Ausstieg aus dem Shutdown im Landesmaßstab. Theater, Kinos und Fitnessstudios sollen wieder öffnen, Restaurants und Cafés in ihren Außenbereichen wieder Gäste bedienen dürfen – nach vorheriger Reservierung, Registrierung und Vorlage eines negativen Coronatestergebnisses. Nach dem »Saarland-Modell« sollen sich wieder bis zu zehn Menschen gleichzeitig draußen treffen dürfen, sollten alle zuvor negativ auf das Coronavirus getestet worden sein. Gleichzeitig begann am Dienstag die zweite Stufe der Impfkampagne in der Bundesrepublik: Trotz zunächst geringer Lieferumfänge konnte in einigen Hausarztpraxen mit Coronaimpfungen begonnen werden.

Nach einer bundesweit einheitlichen Strategie zur Bekämpfung der Coronapandemie sucht man auch weit über ein Jahr nach dem Auftreten der ersten SARS-CoV-2-Fälle in Deutschland noch immer vergeblich. Während im Saarland trotz der bundesweit ansteigenden Infektionszahlen das öffentliche Leben wieder in Gang gesetzt werden soll, wird andernorts weiter über einen neuen »Lockdown« diskutiert: CDU-Chef Armin Laschet spricht sich für erneute Einschränkungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens aus und plädierte am Montag für einen mehrwöchigen »Brückenlockdown«. Dieser solle die Zeit bis zu einer flächendeckenden Impfung von bis zu 40 Prozent der Bevölkerung mit stärkeren Einschränkungen des öffentlichen Lebens überbrücken, erläuterte Laschet am Dienstag. Man müsse in »diesem letzten Stück der Pandemie« noch einmal herunterfahren.

Wie dünn das Eis ist, auf dem die staatliche Pandemiebekämpfung manövriert, zeigte sich am Dienstag in Berlin: Wegen »ausbleibender Nachlieferung von Impfstoff« mussten am Nachmittag zwei von sechs Impfzentren für den Rest des Tages geschlossen werden, teilte die Berliner Gesundheitsverwaltung mit. Abgesagte Impftermine sollen in den nächsten drei Tagen nachgeholt werden können. (dpa/AFP/jW)

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