-
16.03.2021
- → Ausland
Verfassungsschutz in Österreich umgestellt
Wien. Österreich stellt nach einer »Pannenserie« seinen Verfassungsschutz neu auf. Das Amt werde künftig unter dem Namen Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) seiner Arbeit nachgehen, sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Montag in Wien. Es komme nach internationalem Vorbild zu einer Trennung von Aufklärung und Gefahrenabwehr. Außerdem werde der Verfassungsschutz »entpolitisiert«. Eine Parteibuchwirtschaft werde es nicht mehr geben, sagte die Grünen-Fraktionschefin Sigrid Maurer. Ein zentrales Ergebnis der Verhandlungen sei das neue Ausmaß der möglichen parlamentarischen Kontrolle. Das bisherige Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) war in den vergangenen Jahren mehrfach in die Schlagzeilen geraten. (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
