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Indisches Gericht stoppt neues Agrargesetz

Neu-Delhi. Das höchste Gericht Indiens hat die Umsetzung von Gesetzen zur »Deregulierung« der Landwirtschaft gestoppt. Zehntausende Bauern hatten zuvor wochenlang dagegen protestiert. Ein von dem Gericht ins Leben gerufenes Komitee solle außerdem mit Bauernvertretern verhandeln, sagte der höchste Richter Sharad Arvind Bobde dem indischen Portal für Rechtsnachrichten Live Law am Dienstag. Zuvor hatten Gespräche zwischen Bauern und der Regierung keine Einigung gebracht. In Indien wurde Getreide bisher in staatlich organisierten Großmärkten zu garantierten Mindestpreisen gehandelt. Nach den neuen Gesetzen sollen die Bauern ihre Ware direkt an Privatfirmen verkaufen. Die Landwirte befürchten einen Preisverfall, weil sie in Verhandlungen mit den Agrarkonzernen in einer schlechten Position wären. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.01.2021, Seite 1, Ausland

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