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»Labournet.tv« wird zehn Jahre

Berlin. Das Neuköllner Frauenkollektiv von »Labournet.tv« feiert Ende Januar das zehnjährige Bestehen. Es »sammelt, produziert und zeigt (...) Filme aus der Arbeiter- und Arbeiterinnenbewegung. Im Zentrum stehen die Situation der Lohnarbeiter und Lohnarbeiterinnen, ihre (Selbst)organisierung, historische und aktuelle Arbeitskämpfe und gesellschaftliche Alternativmodelle«, schreiben die Macherinnen in einer am vergangenen Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung. »Labournet.tv« arbeitet gegen das Verschwinden und Verdrängen der Perspektive von Milliarden Menschen weltweit in mehr oder weniger lebensfeindlichen und ungesicherten Arbeitsverhältnissen. »Ziel der Plattform ist es, die Erfahrungen, die diese Menschen in ihren Kämpfen gemacht haben und machen, zu bewahren und fruchtbar zu machen«, heißt es weiter.

Das Archiv umfasst derzeit 850 Filme und Videos aus 60 Ländern. Jährlich kommen etwa 50 weitere Beiträge hinzu. Sie werden mit deutschen und englischen Untertiteln versehen und kostenlos zum Streamen zugänglich gemacht. Die Seite ist zweisprachig (deutsch und englisch). »Durch die Verschlagwortung nach Ländern, Branchen und Stichworten und das Suchfeld werden die Filme auffindbar gemacht und das Archiv zu einer einzigartigen Bewegte-Bilder-Suchmaschine für die Geschichte der Klassenkämpfe auf allen Kontinenten«, erklären die Aktivistinnen. Damit haben sie einen Ort im virtuellen Netz geschaffen, wo Menschen Filme finden, »die die Geschichte eines Landes anhand seiner Klassenkämpfe erzählt«. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.01.2021, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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