-
08.01.2021
- → Feminismus
Pakistan verbietet »Jungfräulichkeitstests«
Lahore. Pakistan hat eine Praxis zur Überprüfung der »Jungfräulichkeit« von Frauen verboten. Die sogenannten Zweifingertests seien illegal und verstießen gegen die pakistanische Verfassung, teilte das Hohe Gericht in Lahore am Montag mit. Bei der invasiven Praxis überprüfen Ärztinnen etwa bei Vergewaltigungsopfern, ob das Jungfernhäutchen der Mädchen oder Frauen »intakt« ist. Seit zwei Jahren fordert die UNO ein Ende dieser »Tests«, jedoch lediglich mit dem Argument, das Aussehen des Jungfernhäutchens könne nicht beweisen, ob Frauen Geschlechtsverkehr hatten oder sexuell aktiv sind. Die Untersuchung könne zudem schmerzhaft, erniedrigend und traumatisch sein, so die UNO weiter. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!