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Stadt benennt Platz nach Orazio Giamblanco

Trebbin. In der brandenburgischen Kleinstadt Trebbin soll künftig eine Stele an den brutalen Überfall von Neonazis auf italienische Bauarbeiter, darunter Orazio Giamblanco, vor 24 Jahren erinnern. Das beschloss die Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch vergangener Woche, wie der Berliner Tagesspiegel am Donnerstag berichtete. »Diese Stele erinnert an das dunkle Kapitel in Trebbins Geschichte und mahnt, geschlossen gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus vorzugehen«, werde es demnach unter anderem auf dem Gedenkobjekt heißen. Der damalige Tatort soll in Orazio-Giamblanco-Platz umbenannt werden. Als Termin dafür ist der 30. September 2021, der 25. Jahrestag des Angriffs, geplant. Damals hatten dort zwei Faschisten mehrere italienische Arbeiter, unter anderem mit einem Baseballschläger, attackiert. Giamblanco überlebte knapp und ist bis heute schwer behindert. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.12.2020, Seite 15, Antifaschismus

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