Kauf im Kiez! Zum jW-Kioskfinder >
Gegründet 1947 Sa. / So., 23. / 24. Oktober 2021, Nr. 247
Die junge Welt wird von 2589 GenossInnen herausgegeben
Kauf im Kiez! Zum jW-Kioskfinder > Kauf im Kiez! Zum jW-Kioskfinder >
Kauf im Kiez! Zum jW-Kioskfinder >
Aus: Ausgabe vom 28.11.2020, Seite 16 / Aktion
Honorare

Mehr für die Zeile

junge Welt erhöht Honorare für freie Mitarbeiter
ker.jpg

Täglich eine Zeitung, die bestehende Verhältnisse präzise beschreibt und auch vor der Notwendigkeit von deren Überwindung nicht die Augen verschließt, zu machen und zu verbreiten, ist oft harte Arbeit. Damit sind 65 Kolleginnen und Kollegen in Verlag und Redaktion der Tageszeitung junge Welt beschäftigt. Aber ohne die zusätzliche Leistung Hunderter freier Autorinnen und Autoren, Fotografinnen und Fotografen, käme eine junge Welt mit der notwendigen inhaltlichen Vielfalt und Tiefe unmöglich zustande. Texte und Bilder, die exklusiv für junge Welt entstehen, sind keine Massenware, wie man sie auch bürgerlichen Medien anbietet. Denn oft handelt es sich um Themen und Inhalte, die von diesen geradezu verschmäht werden. Weil unser Verlag ausschließlich von Einnahmen aus Abonnements, Kiosk-, Anzeigen- und Shopverkauf lebt, bezahlen wir weder die festen noch die freien Mitarbeitenden angemessen, sondern nach unseren Möglichkeiten. Da wir den Bestand an bezahlten Abonnements (die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle) auch in diesem und den vorhergehenden Jahren stabil halten und sogar bescheiden weiterentwickeln konnten, leisten wir es uns, die Gehälter und Honorare geringfügig den allgemeinen Entwicklungen anzupassen. Denn als Marxisten wissen wir, dass auch unsere Mitarbeitenden und Freien über Einnahmen ihre Arbeitskraft reproduzieren müssen. Diese Erhöhung geschieht neben den vielen Preiserhöhungen – z. B. bei Post und anderen Logistik- und Zustelldiensten –, die wir zu stemmen haben.

Als nächsten Schritt erhöhen wir ab dem 1. Dezember 2020 die Zeilengelder und Honorarsätze für Beiträge, die in der Tageszeitung junge Welt veröffentlicht werden, um zwischen zehn und 30 Prozent (siehe AGBs für freie Autoren und Fotografen ab 01.12.2020 auf www. ­jungewelt.de). Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Die Honorare bleiben auch nach der Erhöhung eher bescheiden. Trotzdem bedeuten sie für unseren Verlag eine nicht unerhebliche finanzielle Mehrbelastung. Deswegen dürfen wir auch weiterhin nicht darin nachlassen, um jedes zusätzliche Print- und Onlineabonnement zu kämpfen.

Verlag, Redaktion und Genossenschaft junge Welt

Teste die beste linke, überregionale Tageszeitung. Jetzt an deinem Kiosk!

Die Tageszeitung junge Welt beschreibt in ihrer Berichterstattung die Ausbeutungs- und Machtverhältnisse klar und deutlich. Für alle, die sie verstehen wollen, lohnt sich der Gang zum Kiosk und ein Blick in die  junge Welt!

  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Torsten Andreas S. (28. November 2020 um 01:59 Uhr)
    Diese Entscheidung zur Preiserhöhung ist richtig und vonnöten. »Aber ohne die zusätzliche Leistung Hunderter freier Autorinnen und Autoren, Fotografinnen und Fotografen, käme eine junge Welt mit der notwendigen inhaltlichen Vielfalt und Tiefe unmöglich zustande.« Sie würde auf dem Zahnfleisch kriechen oder untergehen oder angenommen werden, weil uns die jW wichtig ist, also darauf zählen können soll, dass wir mit großem Interesse und manchmal auch mit Begeisterung diese verschiedenen Sichtweisen präsentiert bekommen. Ein paar Thaler mehr isses uns allen wert.

    An dieser Stelle: Vielen Dank für Eure beispielhafte und oft verblüffende Arbeit! Sorgt für neue Preise! Alle wissen, dass die Leute der jW nicht übertreiben. – Falls Ihr übertreiben müsst, dann bleibt bitte im Rahmen – danke!

    Mit Gruß!

Mehr aus: Aktion

Die XXVII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz findet am 8.1.2022 als Präsenz- und Livestreamveranstaltung statt. Informationen und Tickets finden Sie hier.