Zum Inhalt der Seite

Nach Anschlag in Wien: Festnahmen und Kontrollen

Wien. In Österreich ist nach dem tödlichen Anschlag eines mutmaßlichen Islamisten in Wien am Sonntag gegen zwei weitere junge Männer Untersuchungshaft verhängt worden. Damit sind nach dem Attentat, dem am vergangenen Montag vier Menschen zum Opfer fielen, insgesamt zehn Verdächtige inhaftiert. Auch in Österreichs Gefängnissen hat es verstärkte Kontrollen gegeben. Zwölf Justizanstalten haben nach Angaben des Justizministeriums vom Sonnabend Funde gemeldet. Großteils seien dabei Schriftstücke entdeckt worden, die nun auf mögliche extremistische Hintergründe überprüft werden. Auf Behördenseite hatte es deutliche Hinweise aus anderen Länder gegeben, wonach der Attentäter eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellte. Der Chef des Wiener Verfassungsschutzes und mehrere Mitarbeiter sollen nun als Konsequenz gehen. Auch der Druck auf Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) wächst. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 09.11.2020, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!