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Wien: Gewerkschaftslinke sieht Demokratiedezifit

Wien. Am vergangenen Wochenende hielt der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) innerhalb des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) seinen Bundeskongress in Wien ab. Neben einer verabschiedeten Resolution für eine »offensive Lohnpolitik, Sockelbeträge und gesetzlichen Mindestlohn« haben sich die KPÖ-nahen Gewerkschafter für höheres Arbeitslosengeld und eine staatlich garantierte Existenzsicherung in Österreich ausgesprochen. Der scheidende Bundesvorsitzende Josef Stingl kritisierte in einem Redebeitrag ein »zunehmendes Demokratiedefizit« innerhalb des ÖGB und konstatierte, »dass die kleinen Fraktionen heute weniger Stellenwert haben« als vor dem vor Jahren eingeleiteten »Reformprozess« der Organisation. »Die Mehrheit der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter missbraucht den überparteilichen ÖGB als Richtungsgewerkschaft der SPÖ«, so Stingl. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.10.2020, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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