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Zypern: Skandal um Vergabe von Pässen

Nikosia. In Zypern hat ein Skandal um die Vergabe von Staatsbürgerschaften im Gegenzug für Investitionen im Land für Aufruhr gesorgt. Parlamentspräsident Dimitris Syllouris teilte am Mittwoch in einem Brief an die Generalstaatsanwaltschaft mit, er werde nicht Gebrauch von seiner Abgeordnetenimmunität machen, um die Ermittlungen der Justiz nicht zu erschweren. Er werde aber nicht zurücktreten. Solange Syllouris aber im Amt bleibe, wollten die meisten Abgeordneten Sitzungen des Parlaments boykottieren. Hintergrund ist ein mit versteckter Kamera aufgenommener Bericht des TV-Senders Al-Dschasira. Demnach waren hohe Funktionäre wie der Parlamentspräsident bereit, einer Person, die in China wegen Geldwäsche zu einer Haftstrafe verurteilt worden war, die zyprische Staatsbürgerschaft zu vermitteln. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.10.2020, Seite 6, Ausland

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