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UN-Hilfsprogrammen im Jemen droht das Aus

Foto: Foto: XinHua/dpa
Die Menschen im Jemen sind dringend auf Hilfslieferungen des Welternährungsprogramms angewiesen. Hier eine Ladung Weizenmehl im Hafen von Hudaida (25.6.2019)

Sanaa. Trotz der schweren humanitären Krise im Jemen droht vielen UN-Hilfsprogrammen in dem Bürgerkriegsland aus Geldnot das Aus. Fünfzehn der wichtigsten humanitären UN-Programme seien bereits reduziert oder eingestellt worden, warnten die Vereinten Nationen am Mittwoch. Weitere 30 Programme würden in den kommenden Wochen folgen, sollte es kein zusätzliches Geld geben. Die UN appellierte an die Geldgeber, sich mit den Jemeniten solidarisch zu zeigen.

»Das ist eine unmögliche Situation«, sagte die Nothilfe-Koordinatorin für den Jemen, Lise Grande. Der Jemen erlebe die schlimmste humanitäre Krise der Welt. Trotzdem fehlten die benötigten Mittel, um die leidenden Menschen zu retten, die ohne Hilfe sterben würden. Im Jemen tobt seit rund sechs Jahren ein Bürgerkrieg. Die Huthi-Rebellen kämpfen dort gegen die Anhänger der international anerkannten Regierung. Rund 80 Prozent der Bevölkerung – mehr als 24 Millionen Menschen – benötigen nach UN-Angaben humanitäre Hilfe. Die Coronapandemie sowie schwere Regenfälle und Überschwemmungen im August haben die Lage noch verschärft (jW berichtete).

Bereits zwischen April und August waren die Hilfsorganisationen nach UN-Angaben unter anderem gezwungen, die Verteilung von Nahrungsmitteln zu reduzieren. In diesem Jahr sei von den Geldgebern gerade einmal rund ein Drittel der 3,2 Milliarden Dollar (rund 2,7 Milliarden Euro) eingegangen, die gebraucht würden. (dpa/jW)

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Erschienen am 24.09.2020, Ausland

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