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Weitere Anklage gegen Lula in Brasilien

Curitiba. Die Staatsanwaltschaft der Stadt Curitiba hat Brasiliens ehemaligen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva wegen Geldwäsche angeklagt. Sie wirft Lula vor, als Spenden getarnte Bestechungsgelder im Wert von vier Millionen Reais (rund 640.000 Euro) angenommen zu haben, wie aus der Mitteilung der Staatsanwaltschaft am Montag (Ortszeit) hervorging. Demnach wurden zwischen 2013 und 2014 vier Überweisungen vom Baukonzern Odebrecht an die Stiftung »Instituto Lula« getätigt. Die Verteidigung von Expräsident Lula wies die Klage als politisch motiviert zurück. Für den linken Expräsidenten handelt es sich um die nunmehr vierte Anklage wegen angeblicher Korruptionsvergehen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.09.2020, Seite 6, Ausland

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