-
07.09.2020, 19:27:12
- → Ausland
US-Afrika-Kommando in Stuttgart: 46 Drohnenangriffe seit Januar
Stuttgart. Das in Stuttgart stationierte Kommando der US-Streitkräfte für Afrika (Africom) hat in diesem Jahr nach eigenen Angaben 46 Luftangriffe auf Ziele in Afrika angeordnet. Die Angriffe konzentrierten sich auf die somalische Terrormiliz Al-Shabaab, sagte General Stephen Townsend, Kommandeur der US-Truppen in Afrika, den Stuttgarter Nachrichten (Dienstag). Die US-Streitkräfte schlügen nur zu, wenn sie gewisse »Typen ausfindig machen« würden, versicherte Townsend. »Was wir ganz bestimmt nicht versuchen, ist, eine Friedenslösung in Somalia durch Drohnenschläge zu erwirken.« Der General nannte die Anzahl der Einsätze von Kampfdrohnen in Afrika niedrig. »Als ich den Islamischen Staat im Irak und in Syrien bekämpfte, habe ich täglich 46 solcher Schläge geführt. Hier sind es 46 in fast neun Monaten.« US-Präsident Donald Trump hatte Ende Juli den Abzug von Africom aus Deutschland angeordnet. Dazu sagte Townsend: »Es gibt noch keine Entscheidungen, außer dass wir Stuttgart verlassen sollen.« (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!