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Auslieferungsprozess gegen Assange in London

London. Ab dem heutigen Montag wird Wikileaks-Gründer Julian Assange nach einem Jahrzehnt juristischer Verfolgung vor einem britischen Gericht in London für seine Freiheit kämpfen. Die Anwälte von Assange und der US-Regierung, die eine Auslieferung des gebürtigen Australiers wegen Spionage anstrebt, treten zu einer Anhörung an, deren Beginn durch die Coronaviruspandemie verzögert worden war. Die US-amerikanische Staatsanwaltschaft hat den 49jährigen in 18 Punkten wegen Spionage und anderer Vergehen angeklagt, die zusammen eine Höchststrafe von 175 Jahren ergeben. Nach Ansicht seiner Anwälte handelt es sich bei der Anklage um einen politisch motivierten Machtmissbrauch, der die Pressefreiheit ersticken und Journalisten gefährden werde. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.09.2020, Seite 1, Ausland

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