Zum Inhalt der Seite

Burundi fordert Reparationen von BRD und Belgien

Foto: Evrard Ngendakumana/Xinhua/dpa
Evariste Ndayishimiye, Präsident von Burundi (Gitega, 26.6.2020)

Gitega. Burundi fordert von Belgien und Deutschland 43 Milliarden Dollar als Wiedergutmachung für den Schaden, der während der jahrzehntelangen Kolonialherrschaft über die ostafrikanische Nation angerichtet wurde. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag. Der Schritt folgt ähnlichen Forderungen nach Entschädigung durch die Demokratische Republik Kongo, nachdem der belgische König Philippe im Juni sein »tiefstes Bedauern« über die koloniale Vergangenheit seiner Nation im Kongo zum Ausdruck gebracht hatte.

Burundi fordert von Belgien und der Bundesrepublik auch, Archivmaterial und Objekte zurückgeben, die zwischen 1899 und 1962 gestohlen wurden, sagte Senatspräsidentin Reverien Ndikuriyo dem Bericht zufolge am Donnerstag vor Senatoren in der Hauptstadt Gitega. Im Jahr 2018 setzte der Senat ein Gremium aus Historikern und Anthropologen ein, das die Auswirkungen des Kolonialismus in der Nation untersuchen soll. (jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen am 15.08.2020, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen