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Aus: Ausgabe vom 10.08.2020, Seite 16 / Sport
Leichtathletik

In der Hitze von Braunschweig

Braunschweig. Deniz Almas brüllte seine Freude im Ziel heraus, Lisa-Marie Kwayie hüpfte über die blaue Bahn – zwei aufstrebende Jungstars haben sich bei den deutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Braunschweig am Samstag die Titel über die prestigeträchtigen 100 Meter gesichert. Almas (23) setzte sich bei den Männern souverän in 10,09 Sekunden vor Joshua Hartmann (10,23) und dem deutschen Rekordhalter Julian Reus (10,26) durch. Bei den Frauen holte sich die 23jährige Kwayie in 11,30 Sekunden knapp vor Favoritin Rebekka Haase (11,34) ihren ersten nationalen Titel über die 100 Meter. Almas hatte bereits zuletzt mit 10,08 Sekunden beim Leichtathletikevent in Weinheim aufhorchen lassen und danach Gold als Ziel ausgegeben. Seiner Favoritenstellung wurde er, derzeit über 100 Meter die Nummer eins in Europa, in beeindruckender Manier gerecht – der Generationswechsel im deutschen Sprint scheint damit vollzogen.

Überraschend kam das Aus von Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause. Die WM-Dritte, die im Vorfeld hart darum gekämpft hatte, dass die Mittel- und Langstrecken trotz der Coronapandemie in das Programm aufgenommen werden, stieg nach rund 6:30 Minuten aus ihrem Rennen aus. Die Topfavoritin und Europameisterin, die sich in Braunschweig ihren sechsten Titel in Serie abholen wollte, war für ihren ersten Start in diesem Jahr direkt aus einem Höhentrainingslager in der Schweiz nach Braunschweig gereist. Den Titel sicherte sich schließlich Elena Burkard (Calw) in 9:50,31 Minuten – einer Zeit, die Krause sonst locker im Training abspult. »Es lief von Anfang an nicht«, berichtete Krause, der offenbar die Hitze von deutlich über 30 Grad zu schaffen machte: »Ich hatte schwere Beine.« Überhaupt nicht lief es ebenfalls für Pamela Dutkiewicz (28) über die Hürden. Die WM-Dritte von 2017 stolperte bei ihrem Saisoneinstieg am drittletzten Hindernis und schied damit bereits im Halbfinale aus.

Jüngere Athleten sind dieses Jahr offenbar im Vorteil. Das unterstrich auch der WM-Vierte Bo Kanda Lita Baehre im Stabhochsprung. Er sicherte sich am Sonntag souverän seinen dritten Titel und bot eine der wenigen starken Vorstellungen. Der erst 21jährige verbesserte seine persönliche Bestleistung auf 5,75 Meter und schob sich damit um einen Platz in der Weltbestenliste auf Rang neun nach vorne. Exweltmeister Raphael Holzdeppe kam nicht über magere 5,50 Meter und Platz drei hinaus. (sid/jW)

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