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Coronavirus: Bundesregierung will zielgenauer vorgehen

Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg: In der Pflegeeinrichtung starben seit Ende März 45 Männer und Frauen nach einer Infektion mit dem Coronavirus

Berlin. Die Bundesregierung plant ein zielgenaueres Vorgehen bei regionalen Coronavirus-Ausbrüchen. Das erfuhr dpa am Montag nach einer Video-Schalte von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mit den Staatskanzleichefs der Bundesländer. Nach Informationen von Bild möchte die Regierung durchsetzen, dass bei einem plötzlichen starken Anstieg von Coronainfektionen umgehend harte Maßnahmen verhängt und Testkapazitäten hochgefahren werden. Stelle man fest, dass der Ausbruch regional begrenzt sei, könnten die Maßnahmen genauso schnell wieder aufgehoben werden, wie sie erlassen wurden. Zudem hieß es, bei künftigen Corona-Hotspots sollte nicht mehr auf Beherbergungsverbote, sondern auf Ausreiseverbote gesetzt werden. Bei einem plötzlichen Ausbruch dürften die Menschen somit nicht aus den betroffenen Landkreisen ausreisen. (dpa/jW)

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Erschienen am 14.07.2020, Inland

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