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Fußball

Tot oder im Koma

Lausanne. Die Aufhebung der Europapokalsperre für Manchester City hält die Fußballwelt in Atem. Der Bann war von der UEFA verhängt, am Montag aber vom Sportgerichtshof CAS für nichtig erklärt worden. Antoine Duval, Fachmann für Sportrecht am Asser-Institut in Den Haag, erklärte: »Was hängenbleibt: Große Klubs, die sich teure Anwälte und kreative Wirtschaftsprüfer leisten können, kommen viel besser mit den Financial-Fairplay-Regeln zurecht als mittlere und kleinere Klubs.« Das Financial Fairplay sei damit »tot oder im Koma«. Der frühere Finanzchef der Deutschen Fußballiga, Christian Müller, sprach vom »Waterloo für die Sportregelwerke«. Er will »aus dem Hause der UEFA« gehört haben, dass ein »unglaublich hoher Druck aufgebaut wurde von Manchester City und dass die Anwälte wirklich bis an die Zähne bewaffnet aggressiv aufgetreten sind«. William Gaillard schließlich, der zu Zeiten der Einführung des Financial Fairplay bei der UEFA Kommunikationsdirektor war, prophezeite den Rückzug von Investoren: »Ein Besitzer, der im Fußball ist, weil er einen rechtmäßigen Profit machen will, und dabei auf einen Wettbewerber trifft, der die tiefsten Taschen der Welt und unendlich viel Geld hat, ist unglaublich entmutigt.«(dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.07.2020, Seite 16, Sport

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