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»Zwischenfall« bei EU-Einsatz vor Libyen

Brüssel. Der Auswärtige Dienst der EU hat bestätigt, dass es bei dem EU-Einsatz zur Überwachung des Waffenembargos gegen Libyen zu einem Zwischenfall gekommen ist. Wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte, wurde griechischen Einsatzkräften die Kontrolle eines nach Libyen fahrenden Frachtschiffes verweigert. Das staatliche griechische Fernsehen ERT hatte zuvor unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Athen berichtet, dass drei türkische Kriegsschiffe an dem Vorfall beteiligt gewesen seien. Diese machten demnach den griechischen Einsatzkräften per Funk deutlich, dass das unter der Flagge Tansanias fahrende Schiff unter ihrem Schutz stehe. In der Folge soll der Kommandeur der EU-Operation »Irini« seinen Befehl zur Kontrolle des Frachters zurückgenommen haben. Was das Schiff geladen hatte, blieb zunächst unklar. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.06.2020, Seite 1, Ausland

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